Während die Marktführer noch danach streben, weltweit den Markt mit Standardprodukten aus zentralisierten Produktionseinheiten zu beliefern, könnten alle Regionen, die Zitrusfrüchte produzieren, lokale Reinigungsmittelindustrien aufzubauen, die die Abfälle der Fruchtverarbeitung nutzen. Die Früchte stehen weltweit unter Konkurrenzdruck, doch die lokale Nutzung hoch konzentrierten Limonens schafft nicht nur Arbeitsplätze vor Ort, sondern entlastet auch die örtlichen Wasserressourcen. Reinigungsmittel auf Limonenbasis dringen langsam in den Markt ein. Brasilianische Investoren haben bereits ein Dutzend Fabriken zur Limonen-Extraktion in der Nähe der Saftherstellerkonzerne aufgebaut. So lange die Größe der Produktionsstätten sich den Möglichkeiten der Verarbeitung anpasst, können kleine Einheiten schnell in Betrieb genommen werden. Sogar große Hersteller in der Nähe der städtischen Räume in Europa oder den USA könnten eigene Rohmaterialien verarbeiten.

Zitrusextrakte sind nicht die einzige Alternative: Unternehmer sollten nach einer Palette von Möglichkeiten suchen. Eine weitere Möglichkeit ist die Umwandlung von Glukose aus Zucker, der weltweit übermäßig produziert wird, da er seit Jahrzehnten zu stark subventioniert wird. Glukose kann ebenfalls als Ausgangsmaterial für Seifen und Reinigungsmitteln dienen. Jedes Land, das vom Preisverfall des Zuckers betroffen ist, kann ihn entweder wie bekannt zu Alkohol weiterverarbeiten oder aber daraus APGs (Alkylpolyglycoside) herstellen, eine vollständig biologisch abbaubare Chemikalie, die sogar in Medikamenten Verwendung findet und daher ohne Bedenken für den Hausgebrauch empfohlen werden kann. In Zeiten erhöhter Erwerbslosigkeit sollte die Chance, die Industrie auf der Basis von sofort verfügbaren Rohstoffen neu zu überdenken, Unternehmer auf der ganzen Welt inspirieren.
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